|
Am 11.11.2011 führte uns die Musik mal wieder für ein Wochenende in die Jugendherberge in Müden an der Örtze. Mit zehn Spielern und vier Dozenten wollten wir uns an die Verfeinerung bereits bekannter, sowie die Erarbeitung eines neuen Stückes machen. Als Dozenten standen uns wie auch in der ersten Arbeitsphase Franziska Russin für die 1. Mandoline, Kristina Lisner für die Mandoline 2, Christian von Seebeck für die Gitarren und Anne Wolf für die Mandolen und das Gesamtorchester mit Rat und Tat zur Seite. In der Orchesterbesetzung gab es hingegen eine teilweise neue Besetzung. Dank eines neuen Gesichts in der 2. Mandoline, konnte die Mandolastimme auf zwei Spieler aufgestockt werden und auch in der Gitarre gab es zwei neue Gesichter. Leider war der Kontrabass diesmal gar nicht besetzt, wodurch das bereits am vorherigen Probenwochenende erarbeitete Stück „Murky“ von Tilo Medek in den Proben eher zurück gestellt wurde und wir uns lediglich durch ein kurzes Durchspielen wieder ins Gedächtnis riefen, welchen Stellen man sich zuhause noch einmal widmen sollte. Neben den anderen bereits bekannten Stücken, dem „Trio G-Dur“ von Emanuele Barbella und den „3 Fantasien über japanische Weisen“ von Yasuo Kuwahara beschäftigten wir uns vor allem mit dem neuen Stück „Impressioni orientali“ von Raffaele Calace. Aber auch Kuwaharas 3. Fantasie war neu für uns und bekam Sonntagmittag noch ein wenig Aufmerksamkeit. Neben dem Töne suchen und der Arbeit an der spielerischen Technik in den Stimmproben ging es unserer Dirigentin an diesem Wochenende vor allem darum, dass wir die Stücke verstehen und fühlen sollten. So entwickelten wir zu jedem Stück bzw. Satz eine eigene kleine Geschichte oder Gefühlswelt und machten es uns zur Aufgabe, diese beim Spielen zu erzählen. Das „Trio G-Dur“ wurde dabei beispielsweise farblich umgesetzt. Jede Passage bekam gedanklich ihren passenden Farbton zugewiesen und wurde so mit Emotionen verstärkt. Der erste Satz beginnt nach gemeinschaftlicher Empfindung beispielsweise mit einem majestätischen Rot, welches sich im Laufe des Stückes je nach Melodie und Harmonik verändert. Neben den Proben sollte natürlich auch das Miteinander nicht zu kurz kommen. An beiden Abenden spielten wir in der ganzen Gruppe Spiele, die Rhythmusgefühl, Spontaneität, Kreativität und ein gutes Erinnerungsvermögen forderten und allen einen entspannten und spaßigen Ausklang des Arbeitstages boten. Außerdem hatten wir erstmals ein kleines abendliches Forum, bei dem es auch in Zukunft allen Beteiligten möglich sein soll, etwas Erarbeitetes vorzuspielen und Anregungen, Wünsche und Fragen zu besprechen. Und schon dieses Mal hatten wir zwei mutige Spielerinnen, die uns ihre erarbeiteten Solostücke erfolgreich präsentierten. Den Abschluss fand die Arbeitsphase in einem Vorspiel des Repertoires vor Vertretern des Kultusministeriums, welches das NJZO finanziell unterstützt, sowie vor einigen Mandolinen- und Gitarrenausbildern des Landes Niedersachen, da parallel zu unserer Probenphase ein Lehrgang für Ausbilder des Landesverbandes stattfand. So wurde aus einem Ein-Mann-Konzert nach unserem ersten Probenwochenende bereits ein ca. Zwanzig-Mann-Konzert, was natürlich alle sehr freute. Und nach einem erfolgreichen Vorspiel unseres bisherigen Programms war die zweite Arbeitsphase des NJZO auch schon wieder beendet, wie immer zu schnell aber dennoch sehr erfolgreich. Es war mal wieder ein tolles Wochenende mit viel Spaß, fleißiger Arbeit und tollen Anregungen für die eigene musikalische Weiterbildung. Ein ganz großes Dankeschön geht daher an dieser Stelle noch einmal an unser super Dozententeam, sowie an alle, die für die Finanzierung und die Organisation im Hintergrund verantwortlich sind. Vielen, vielen Dank und auf ein Neues im kommenden April
(Franziska Schasse)
Und zum Abschluss noch ein paar Stimmen zum Probenwochenende des NJZO:
„Ich habe euch das erste Mal gehört und war hin und weg. Ganz tolle Leistung von den Spielern und Anne mit ihrem Dozententeam.“
"Ich finde, dass wir als Orchester so langsam zusammenwachsen. Die nächsten Male werden den Zusammenhalt in der Gruppe sicherlich weiter stärken."
„Ich finde, das Besondere an dem Niedersächsischen Jugendzupforchester ist, dass wir alle irgendwie zusammenpassen. Schon nach dem ersten Tag hab ich mich sofort wohlgefühlt. Alle sind super nett.“
„Das diesmalige Vorspiel mit der positiven Rückmeldung gibt einem das Gefühl, dass man was richtig gemacht hat. Ich bin echt froh, dass ich dabei bin.“
"Ein sehr konzentriertes und lustiges Wochenende mit vielen Impressionen aus fernen Ländern."
„Das disziplinierte Proben hat mir viel gebracht. Ich finde es erstaunlich, wie viel wir in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben, und dass es trotz der wenigen Teilnehmer so gut klingt.“
|